Schlagzeilen

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Freitag, 2. Dezember 2011

Russland - "Es ist keine Wahl, es ist eine Farce"

Donnerstag, 1. Dezember 2011

US-Agenten sollen Polizistenmord beobachtet haben

Waren US-Agenten Zeugen des Heilbronner Attentats auf eine Polizistin? Ein "Stern"-Bericht wird hart dementiert, doch es droht ein Geheimdienstskandal.
http://www.welt.de/politik/deutschland/article13744140/US-Agenten-sollen-Polizistenmord-beobachtet-haben.html

BND vernichtete Personalakten früherer SS-Leute

Dem Bundesnachrichtendienst steht ein Skandal ins Haus. Historiker haben entdeckt, dass der Dienst 2007 Personalakten von Mitarbeitern vernichtet hat, die einst SS und Gestapo angehörten.
 Unter den entsorgten Unterlagen befinden sich nach Angaben der Kommission auch die Papiere von Personen, die während der NS-Zeit "in signifikanten geheimdienstlichen Positionen, in der SS, dem SD oder der Gestapo tätig gewesen sind"; gegen einige sei sogar nach 1945 wegen NS-Verbrechen ermittelt worden. Er sei über den Vorgang "einigermaßen fassungslos", erklärte Kommissionssprecher Henke gegenüber SPIEGEL ONLINE.

Gezielte Behinderung bei der Aufklärung?
In der Tat steht damit der Verdacht im Raum, dass BND-Mitarbeiter gezielt den Aufklärungskurs der Spitze des Geheimdienstes behindern. Zum Zeitpunkt der Aktenvernichtung war zwar die Historikerkommission noch nicht bestellt, wohl aber hatte Uhrlau bekanntgemacht, dass er die Aufarbeitung der braunen Wurzeln des Dienstes plane. Und es ist kein Geheimnis, dass Uhrlaus Geschichtsprojekt von manchen BND-Mitarbeitern ungern gesehen wird. Einige wehren sich grundsätzlich dagegen, dass der Geheimdienst Einblick in seine Vergangenheit gewährt. Andere fürchten um den Ruf der eigenen Familie - der BND hat viele Jahre neue Mitarbeiter aus dem Kreis der Verwandten schon vorhandener BND-Kräfte rekrutiert.
 Für die Kooperation mit der Historikerkommission ist im BND die sogenannte "Forschungs- und Arbeitsgruppe Geschichte" unter Bodo Hechelhammer zuständig. Sie versucht derzeit, die Umstände der Aktenvernichtung aufzuhellen. Hechelhammer zählt zu den Aufklärern im Dienst. Gegenüber SPIEGEL ONLINE erklärte er, er bedauere den Verlust der Unterlagen.

Schon in der Vergangenheit ist es immer wieder zu dubiosen Vorfällen im BND-Archiv gekommen. Als der SPIEGEL kürzlich Einsicht in BND-Unterlagen über den ehemaligen SS-Hauptsturmführer Alois Brunner beantragte, einst engster Mitarbeiter des Holocaust-Organisators Adolf Eichmann, erklärte der Dienst, dass die 581 Seiten umfassenden Akten in den neunziger Jahren entsorgt worden seien. Auch diese Vernichtungsaktion scheint hinter dem Rücken der BND-Spitze erfolgt zu sein.
Die Historikerkommission verlangt nun vom BND, vor jeder weiteren Vernichtung von "historisch potentiell wertvollen Akten" gehört zu werden, und besteht darauf, dass die Kassation von 2007 vollständig aufgeklärt werde. Kommissionsprecher Henke sieht darin "einen Prüfstein dafür, wie ernst es der BND mit der Aufarbeitung seiner Vergangenheit wirklich meint".

Mittwoch, 30. November 2011

Robert Harris -Angst

Der beklemmend aktuelle Thriller von Bestsellergarant Robert Harris

Für die Öffentlichkeit ist er ein Unbekannter, aber in den geheimen inneren Zirkeln der Superreichen ist Alex Hoffmann eine lebende Legende – ein visionärer Wissenschaftler, der eine Software entwickelt hat, die an den Börsen der Welt Milliardengewinne erzielt. Nun hat es jemand auf ihn abgesehen, und es beginnt für ihn eine albtraumhafte Zeit aus Angst und Schrecken. Kann er die Geister, die er rief, wieder loswerden? Oder stürzt er unaufhaltbar in den Abgrund – und mit ihm die Finanzmärkte der Welt?

Zusammen mit seinem Partner, einem Investmentbanker, hat der geniale Alex Hoffmann eine revolutionäre Form des algorithmischen Aktienhandels entwickelt. Künstliche Intelligenz und das Sammeln von Angstparametern im globalen Internet werden zu einer hochgeheimen Software verknüpft, die mit geradezu unheimlicher Präzision die Bewegungen der Finanzmärkte voraussagen kann. Sein Hedgefonds mit Sitz in Genf macht Milliarden.

Eines Nachts überwindet ein unheimlicher Einbrecher die ausgeklügelten Sicherheitsanlagen seines Domizils am Genfer See und reißt ihn und seine Frau aus dem Schlaf. Damit beginnt ein Albtraum voller Paranoia und Gewalt, in dessen Verlauf Hoffmann mit wachsender Verzweiflung versucht, demjenigen auf die Spur zu kommen, der sein Leben zerstören will. Seine Nachforschungen konfrontieren ihn mit den elementarsten Fragen nach dem Wesen des Menschen. Am Ende jenes Tages werden die Finanzmärkte in Aufruhr und Hoffmanns Welt – unsere Welt – für immer eine andere sein.http://www.amazon.de/gp/product/3453267044/ref=as_li_tf_tl?ie=UTF8&tag=httpssitesgoo-21&link_code=as3&camp=2514&creative=9386&creativeASIN=3453267044

Donnerstag, 17. November 2011

Verfassungsschutz-Affäre- Die Geschichte vom kleinen Adolf mit dem Hitler-Buch

Ex-Verfassungsschützer Andreas T. hortete Fotokopien von Hitlers "Mein Kampf" auf dem Dachboden. Heute arbeitet er im Kasseler Regierungspräsidium.
 Nur selten hat das Städtchen Hofgeismar im Landkreis Kassel über die nordhessische Region hinaus Schlagzeilen gemacht. Zuletzt schaffte das Bürgermeister Heinrich Sattler (CDU), Spitzname "Henner", mit seinen inzwischen gescheiterten Plänen, im Ortsteil Beberbeck ein Luxusferienresort mit Pferderennbahn, Golfplätzen, Hotels und Seenplatte für mehr als 400 Millionen Euro zu bauen.
 Sattler wollte so weltweit agierende Investoren anlocken. Immerhin kam daraufhin Filmemacher Klaus Stern, der mit "Henners Traum" eine amüsante Dokumentation über provinziellen Größenwahn drehte.
 Dagegen entsetzen die neuesten Schlagzeilen die Einwohner: Ihr Heimatort wird nun in einem Zug mit Neonazi-Morden, Rechtsradikalismus und Ausländerhass genannt – und das bundesweit. Denn mitten in Hofgeismar wohnt Andreas T., der, wie es ein Nachbar ausdrückt, eigentlich "immer ein netter Mensch und ein lieber Vater" war. T. lebte zunächst in einem unscheinbaren Mehrfamilienhaus in der kleinen Fußgängerzone der 11.000-Einwohner-Stadt, dann zog er 400 Meter weiter in ein Einfamilienhaus.
 Der Umzug geschah womöglich nicht ganz freiwillig. Denn in der ersten Wohnung war die Polizei 2006 zur Hausdurchsuchung erschienen. Das war peinlich und sorgte für Getuschel im Ort. Doch Gerede über ihn, vor allem über seine Profession – das wollte T. vermeiden, denn er war Mitarbeiter des hessischen Verfassungsschutzes. Mit welchen Aufgaben er dort betraut war, ist nach wie vor unklar.

Nach Mord meldete sich Verfassungsschützer nicht als Zeuge

Fest steht dagegen, was der Mittvierziger mit der Glatze am 6. April 2006 tat. Da war er in einem Internetcafé an der Holländischen Straße in Kassel. Er verließ es, wenige Augenblicke bevor dessen Besitzer Halit Yozgat erschossen wurde – und bekam so den letzten der sogenannten Dönermorde nicht mit.
Das behauptete T. selbst. Andere Recherchen besagen aber, dass T. im hinteren Raum im Internet surfte, als der junge Türke regelrecht hingerichtet wurde. Demnach fuhr der Verfassungsschützer trotz der Bluttat einfach nach Hause und erzählte niemandem von seinem Ausflug, obwohl die Polizei dringend Zeugen suchte. Erst als die Beamten zwei Wochen später auf seine Spur kamen, sagte er aus.

"Mein Kampf"-Kopien auf dem Speicher ließen Ermittler kalt

Was machte der Verfassungsschützer am Tatort? Sexfilme schauen, sagte T. der Kasseler Staatsanwaltschaft. Sie glaubte dem Mann. Immerhin veranlassten die Ermittler eine Hausdurchsuchung in Hofgeismar – und wurden fündig. Doch die scharfe Waffe, die T. zu Hause aufbewahrte, besaß er rechtmäßig, im Schützenverein ist er als treffsicher bekannt.
Auch dass der Verfassungsschützer auf dem Dachboden fotokopierte Seiten von Hitlers "Mein Kampf" aufbewahrte und ein Buch über Serienmorde zu seiner Lektüre zählte, spielte für die Ermittler offenbar keine Rolle.
Bewegungsprofile, nach denen Andreas T. sogar an sechs Tatorten in ganz Deutschland gewesen sein soll, an denen die Zwickauer Zelle Türken erschoss, hat die Staatsanwaltschaft nicht bestätigt.

"Verfassungsschutz ist nicht in der Lage, uns zu schützen"

Der Vorsitzende des Kasseler Ausländerbeirates, Kamil Saygin, sagt, dass die türkische Gemeinde der Stadt "erschüttert" sei über die Möglichkeit, dass T. in die Morde verwickelt sein könnte. "Der Verfassungsschutz ist offensichtlich nicht in der Lage, uns zu schützen."
Zumindest wurde Andreas T. vom Verfassungsschutz suspendiert. Warum? Auch dazu gibt es von offizieller Seite bisher keine Antwort.
Nur der parlamentarische Ausschuss für die Kontrolle der Geheimdienste hat plötzlich Erkenntnisse, dass Andreas T. eine "starke rechte Gesinnung" hat. Und journalistische Recherchen ergaben, dass T. in Hofgeismar zuweilen "kleiner Adolf" genannt wurde.

Jetzt im Kasseler Regierungspräsidium tätig

T. wechselte nach der Suspendierung den Arbeitgeber und die Wohnung: Er ist jetzt im Kasseler Regierungspräsidium tätig und wohnt, nicht allzu weit von der alten Wohnung entfernt, in einem Einfamilienhaus. Als Journalisten ihn dort ausfindig machen wollten, bekamen sie nur seine Frau hinter dem Wohnzimmerfenster zu sehen.
Die Tür öffnete sie nicht. T. war auch im Regierungspräsidium nicht zu sprechen, wo er laut der Behörde in einem "internen Bereich ohne Außenwirkung" arbeitet.
Mitarbeiter erzählen, T. sagte ihnen, er habe sich freiwillig auf die neue Stelle beworben. Die Parole im Präsidium laute nun, dass nichts nach außen dringen soll.

Freitag, 11. November 2011

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Freitag, 4. November 2011

Grüße nach Omsk

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